Bertelsmann Stiftung
KOMPIK: Kompetenzen und Interessen von Kindern
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B

Beobachtung

Siehe Bildungsbeobachtung

Beobachtungsbogen

Mit Hilfe eines Beobachtungsbogens ist eine strukturiere Form der Bildungsbeobachtung möglich. Die Struktur gibt den pädagogischen Fachkräften in der Kita Orientierung darüber, welche Entwicklungsbereiche für Kinder relevant sind und schult ihre Wahrnehmung für diese Entwicklungsfelder. KOMPIK ist so ein Beobachtungsbogen, der anhand von 11 Entwicklungsbereichen den Entwicklungsstand eines Kindes darstellt. In Ergänzung mit offenen/freien Beobachtungsverfahren wie "Portfolioarbeit" oder "Bildungs- und Lerngeschichten" geben Beobachtungsbögen einen sehr umfassenden Blick auf die Entwicklung und die Interessen eines Kindes.

Bildungsbeobachtung

Bildungsbeobachtung ist fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der Kita und Grundlage für die individuelle Förderung der Kinder. Durch die Bildungspläne der Bundesländer ist sie in ganz Deutschland gesetzlich geregelt. Mit welchen Instrumenten die Kitas die Entwicklung der Kinder beobachten, bleibt ihnen meist selbst überlassen. KOMPIK eignet sich für die Anforderungen aller 16 Bundesländer als strukturiertes Beobachtungsverfahren.

Bildungspläne (der Bundesländer)

Zur qualitativen Weiterentwicklung der Bildungsarbeit in Tageseinrichtungen für Kinder, wurden in den Bundesländern Bildungspläne erabeitet. Aufgrund der förderalen Struktur haben alle 16 Bundesländer in Deutschland ihren eigenen Bildungsplan für den elementarpädagogischen Bereich mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. In den Plänen werden neben Themen wie Bildungsverständnis, Gestaltung von Übergängen, Kooperation mit Eltern auch Bildungsbereiche sowie die Entwicklungsfelder pädagogischer Qualität bzw. Konzeptionsentwicklung ausgeführt. Synonym verwendet werden auch die Begriffe Orientierungsplan, Bildungs- und Erziehungsplan.

I

IFP

Siehe Staatsinstitut für Frühpädagogik

Interesse

Siehe Kompetenz

K

KECK

Wie geht es Kindern genau dort, wo sie wohnen? Sind sie gesund? Welche Freizeitangebote stehen zur Verfügung? Wie ist ihr Bildungsstand, und welches soziale Umfeld haben sie? KECK gibt Antworten auf diese Fragen und präsentiert die Informationen in einem übersichtlichen Online-Atlas (KECK-Atlas). KECK heißt „Kommunale Entwicklung – Chancen für Kinder“

KECK-Atlas

Der KECK-Atlas visualisiert die Lebenssituation von Kindern durch verschiedene Indikatoren und macht diese detailliert für einzelne Kommunen sichtbar. Dazu zählen z.B. die Armutsquoten, die von Stadtteil zu Stadtteil erheblich variieren könne. Mit Hilfe der geschaffenen Transparenz werden wichtige Handlungsfelder sichtbar, auf deren Grundlage Diskussionen geführt und politische Entscheidungen vorbereitet werden.

KECK-Kommune

Kommunen, die an KECK/KOMPIK teilnehmen, führen unterschiedliche sozialräumliche Informationen integriert zusammen und veranschaulichen sie im KECK-Atlas. Dazu gehören auch die anonymisierten und zusammengefassten KOMPIK-Ergebnisse aus den Sozialräumen und den Kitas. Jena und Heilbronn sind die ersten KECK-Kommunen, Thüringen und Baden-Württemberg die ersten Bundesländer, die KECK unterstützen. In der Modellphase wurden hier mit wissenschaftlicher Begleitung die Instrumente KECK-Atlas und KOMPIK entwickelt. 

Kita

Der Begriff Kita ist eine Abkürzung für "Kindertageseinrichtungen". Unter diesem Sammelbegriff werden alle Einrichtungen zusammengefasst, die neben der Schule die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern übernehmen. In eine engere Einteilung, wie z. B. Krippe, Kindergarten oder Hort wird nur in einigen Bundesländern unterschieden und auf dieser Website daher vernachlässigt.

Kommunale Netzwerke

Bundesweit stehen Städte und ihre Verwaltungen vor der Herausforderung, ihre Bildungsangebote auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder auszurichten und dabei deren besondere Lebenslage zu berücksichtigen. Kommunale Netzwerke haben eine bessere Abstimmung der verschiedenen in einer Kommune beteiligten Akteure „rund um’s Kind“ zum Ziel. Denn durch die verschiedenen, häufig nicht miteinander verbundenen Handlungsfelder von Kinder- und Jugendhilfe, dem Bildungsbereich und dem Gesundheitssektor stellt sich eine aufeinander abgestimmte Unterstützung in der Praxis jedoch häufig als schwierig dar. Doch nur, wenn die verschiedenen Personen (z.B. Erzieherinnen, Lehrer, Sozialarbeiter, Eltern, Hebammen, Kinderärzte) Dienste und Einrichtungen (z.B. Kita, Schule, Familienbildungseinrichtungen) sowie Vertreter der Kommunalpolitik in einem solchen kommunalen Netzwerk zusammenwirken, kann der Bildungsweg jedes einzelnen Kindes präventiv, nachhaltig und kontinuierlich begleitet und unterstützt werden. Dafür ist oftmals ein Umdenken von Institutionen, Ressorts oder Professionen notwendig hin zur (Bildungs-)Biographie der Kinder. Indem die Akteure in Kommune und Sozialraum ihr Handeln aufeinander abstimmen, können Kinder und ihre Eltern auf ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk zurückgreifen, das sie in ihrer spezifischen Situationen begleitet.

Kompetenz

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Kompetenzen und Interessen von Kindern sich nicht immer ausgewogen entwickeln. Beispielsweise kann ein Kind sehr interessiert an Musik sein, dafür aber ein weniger ausgeprägtes Rhythmusgefühl haben. Pädagogik kann genau an diesen Interessen ansetzen, um Kompetenzen zu fördern. Denn was Spaß macht, lernt sich viel leichter.

KOMPIK

KOMPIK ist ein wissenschaftlich fundierter, entwicklungsbegleitender Beobachtungsbogen. Er umfasst 11 Entwicklungs- und Bildungsbereiche. Eingeschätzt werden Kinder zwischen 3,5 und 6 Jahren. Anwender/innen sind pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten. KOMPIK ist auch Teil des Projekts „KECK: Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder“ der Bertelsmann Stiftung. KOMPIK heißt „Kompetenzen und Interessen von Kindern“.

L

Lebensraum

Der Lebensraum (oder auch Sozialraum) von Kindern entspricht dem direkten Umfeld, in dem sie aufwachsen – hier leben, spielen und lernen sie. Er prägt die Lebensbedingungen, unter denen sie sich entwickeln, und hat damit einen erheblichen Einfluss auf die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern. KECK macht diese Lebensbedingungen sichtbar, so dass im Anschluss gezielte Maßnahmen entwickelt werden können, die allen Kindern eine gute Bildung und Entwicklung ermöglichen.

M

Maßnahmen

Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungs-, Entwicklungs- und Teilhabechancen von Kindern können sehr vielfältig sein. Dabei geht es prinzipiell nicht nur um Maßnahmen, die die Kommune steuert und zur Verfügung stellt. Viele engagierte Vereine, Initiativen und Bürger machen tolle Arbeit und erreichen damit eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Ziel von KECK ist, diese Maßnahmen aufeinander abzustimmen, so dass Angebote auch wirklich für diejenigen geschaffen werden, die sie am dringendsten brauchen.

S

Sozialraum

Sozialräume gibt es in vielen Facetten. Im Kleinen ist es die Familie, im etwas Größeren die Schule, die Kita oder die Arbeitsstelle oder noch allgemeiner das direkte Wohnumfeld. Zum direkten Wohnumfeld als Sozialraum gehören Nachbarschaft, Geschäfte, Infrastrukturen, Vereine, Kitas, Schulen, Polizei, Kirche, Anlaufstellen von Wohlfahrtsorganisationen, Freizeiteinrichtungen, Außenstellen von kommunalen Ämtern etc. Ein Sozialraum charakterisiert sich häufig auch durch eine homogene Bauweise, die den Wohnungsmarkt und sie soziale Zusammensetzung prägt. Aus praktischer Sicht muss für KECK berücksichtigt werden, dass die Untergrenze für die Zahl der Kinder im KECK-Alter bei etwa 50 Kindern liegen sollte. Zudem sollte die Datenbereitstellung möglich sein. Ein ganz neuer Zuschnitt von statistischen Beobachtungseinheiten ist für die Kommunen mit sehr viel Aufwand verbunden.

Staatsinstitut für Frühpädagogik

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern befasst sich mit Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen. Es betreibt angewandte Forschung und Grundlagenforschung in den Bereichen Frühpädagogik, Kindheits- und Familienforschung, Entwicklungspsychologie und Sozialforschung und beobachtet dabei auch internationale Entwicklungen. Nach außen wirken das Staatsinstitut und seine Mitarbeiter/innen durch Fachpublikationen sowie Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften, den einmal jährlich erscheinenden IFP-Infodienst, Fachtagungen sowie Vorträge für pädagogisches Fachpersonal und Multiplikator/innen sowie einen alle zwei Jahre stattfindenden Fachkongress mit wechselnden Schwerpunkten.

U

Umfeld

Kinder wachsen in einem Umfeld von Personen und Institutionen auf. Diese prägen neben der Infrastruktur und anderen äußeren Bedingungen erheblich ihren Lebensraum und damit auch ihre Chancen auf eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an guter Bildung.

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