Bertelsmann Stiftung
KOMPIK: Kompetenzen und Interessen von Kindern

Bei KOMPIK handelt es sich um einen Einschätzbogen: Beobachtungen, die Sie zu bestimmten Entwicklungs­bereichen machen, werden in Einschätzungen zusammengefasst.

Solche Einschätzungen sind nur dann tragfähig, wenn sie auf einer guten Beobachtung beruhen. Versuchen Sie deshalb bei der Beantwortung der Fragen möglichst nahe an konkreten und aktuellen Beobachtungen zu bleiben.

Beim Ausfüllen des Bogens wird der Benutzer durch die einzelnen Entwicklungsbereiche und Teilbereiche geleitet.

5-stellige Skala

Häufigkeit und Ausprägung

Jede KOMPIK-Frage wird anhand einer fünfstufigen Skala beantwortet und eingeschätzt:

  • Entweder die Häufigkeit
    • „sehr selten/nie“ bis
      „sehr häufig“
  • oder die Ausprägung
    • „trifft nicht zu“ bis „trifft völlig zu“

Diese verschiedenen Antwortvarianten sind entsprechend unterschiedlich mit Kreisen und Quadraten gekennzeichnet.

Der höchste Wert ist nicht das Ziel

Die einzelnen Fragen stellen dabei keine Entwicklungsziele dar! Ziel ist nicht, dass jedes Kind am Ende seines Kita-Besuchs überall mit "5" eingeschätzt wird. Im Gegenteil:

KOMPIK ermöglicht mit der fünfstufigen Skala die große Spannweite der kindlichen Entwicklung abzubilden, so dass Pädagogen sich darauf einstellen können und jedes Kind seine bestmögliche Begleitung erfahren kann.

Was tun, wenn KOMPIK-Fragen nicht beant-wortet werden können?

Nicht jedes Kind zeigt im Kita-Alltag alle Verhaltens-weisen, die mit KOMPIK dokumentiert werden. Das zu hinterfragen, ist Aufgabe pädagogischer Fachkräfte.

Mit 158 Fragen in elf Entwicklungsbereichen bietet KOMPIK einen sehr breiten Einblick in die Kompetenzen und Interessen von Kita-Kindern. Das stellt die pädagogischen Fachkräfte zugleich aber auch vor Herausforderungen: Nicht immer lässt sich für ein Kind jede genannte Verhaltensweise auf Anhieb einschätzen. Dass ein Kind ein Verhalten nicht zeigt, kann verschiedene Gründe haben, die gemeinsam mit einer Kollegin und/ oder im Team überlegt und diskutiert werden sollten:

  • Woran kann das liegen? Zeigt das Kind dieses Verhalten in anderen Situationen? Was haben Kolleginnen beobachtet?
  • Bieten wir Situationen an, in denen das Kind diese Verhal-tensweisen zeigen kann? Falls nicht, wie wollen wir damit umgehen?

Falls im Team die Entscheidung gefällt wird, dass einzelne Fragen ausgelassen werden können, muss die Frage in der KOMPIK-Software nicht zwingend ausgefüllt werden. Wichtig ist, dass dies nicht zwangsläufig eine Grundsatzentscheidung für oder gegen einen (Teil-)Entwicklungsbereich bedeutet – weder für das Kind noch für die gesamte Einrichtung.

Mehr Informationen dazu finden Sie im ausführlichen
KOMPIK-Handbuch.

Benutzung der KOMPIK-Software

Wie Sie die Einschätzungsbögen am PC in der KOMIK-Software ausfüllen, wird im Anleitungsbereich unter EDV-Software weiter erklärt.

Mehr zu Fragebögen ausfüllen

Freie Beobachtungen und Notizen

Manchmal zeigen Kinder ein Verhalten nur in ganz bestimmten Situationen, in anderen aber nicht. Solchen Unterschieden können Sie bei der Einschätzung auf der fünfstufigen Skala dadurch gerecht werden, dass Sie über die verschiedenen Situationen hinweg „mitteln“, also quasi den Durchschnitt bilden.

Sie sollten in diesen Fällen in der Rubrik „Freie Beobachtungen und Notizen“ einen Vermerk zu solchen situativen Unterschieden machen, weil dies für Ihre pädagogischen Überlegungen wichtig sein kann.

Mehr zu den freien Beobachtungen

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Ansprechpartner

Einwilligungserklärungen

PDF-Formulare für die notwendige Zustimmung der Eltern. Eine Einverständnis zur Beobachtung müssen Sie nur dann einholen, wenn sie nicht bereits Teil Ihres Anmeldeverfahrens in der Kita ist.

KOMPIK sinnvoll einsetzen

  • Für das Kind: Nutzen Sie die Ergebnisse für den Austausch im Team oder im Elterngespräch.

Individuelle Begleitung

  • Für die Kita: Berichte geben einen Überblick über die durchschnittlichen Kompetenzen und Interessen aller Kinder.

Kita-Konzept

  • Sozialraumbezogen: Anonymisierte Daten helfen der kommunalen Verwaltung bei der Planung von Angeboten und Fördermaßnahmen.

KOMPIK in KECK-Kommunen

  • Nutzung und Einsatzbereiche von KOMPIK

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